Der Leitgedanke

Der Grundgedanke des Pädagogischen Konzeptes ist der Reformpädagogik zuzuordnen und orientiert sich an den Ideen und Ansätze aus der Montessori und Freinet Pädagogik. Ebenfalls integriert sich in unsere Arbeit der Situationsansatz.
In der Krippenarbeit lehnen wir uns an den Grundgedanken und Prinzipien von Emmi Pikler an, die ihre Umsetzung auch im Elementarbereich finden.

Ein wichtiges Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es für uns die individuelle, kindliche Entwicklung zu fördern, sowie die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten der Kinder zu begleiten. Ganzheitliches Lernen und der friedliche und kooperative Umgang der Kinder stehen im Vordergrund.

In unserer Kindertagesstätte können Kinder und Erwachsene ihre Umwelt so gestalten, dass diese zu einem vertrauten, lebendigen Teil ihres Lebens wird. Erwachsene arbeiten miteinander in Übereinstimmung, so dass sich innerhalb dieser Arbeitsstimmung die Bedürfnisse der Kinder zwanglos entfalten dürfen.

Unsere Kindertagesstätte prägt eine gemeinsame zu gestaltende Struktur (Morgenkreis, gemeinsames Essen u.a.), die Kindern und Erwachsenen eine Geborgenheit in der Gruppe vermittelt, ihre Zugehörigkeit stabilisiert und die individuellen Fähigkeiten annimmt und fördert. Die Gruppe arbeitet nach dem Prinzip der gegenseitigen Verständigung und Freiwilligkeit.

Elementare Aspekte der Kindergruppe sind die Prinzipien der Anschauung und Nachahmung, sowie der täglichen Wiederholung bekannter Strukturen und Rituale.

Tägliche Wiederholungen im Tagesrhythmus:
  • Lieder, Verse, kleine Geschichten, Fingerspiele, Kreisspiele/tänze
  • regelmäßig wiederkehrende Arbeiten wie z.B. Brot backen, Gemüse/Obst schneiden, Abwasch, Pflanzen gießen, Gruppenraum aufräumen, Tiere füttern usw.
  • Zähne putzen

Feste Bestandteile unseres Wochenrhytmus:
  • turnen in der nahegelegenen Turnhalle
  • mindestens ein fester Waldtag (bei jedem Wetter!)
  • im Außengelände des Ökozentrums Müll sammeln

Elementar ist auch das Bedürfnis nach Ausdruck und Gestaltung. In unserer Einrichtung stehen unseren Kindern täglich verschiedenste Materialien wie z.B. Ton, Wachskreiden, Aquarellfarben, Tusche sowie Buntstifte, Papier, Scheren, Kleber etc. zur Verfügung. So ist das künstlerische Material sichtbar und erreichbar für die Kinder geordnet und für sie frei verfügbar. Durch Anleitung erweitern wir Ausdrucksmöglichkeiten, bzw. künstlerische Techniken.

Durch Beobachtung des freien Prozesses entscheiden wir welche Form der Unterstützung die Kinder brauchen. Es ist uns wichtig dass es genügend Raum gibt die Materialien zu ERLEBEN, außerdem sollen verwendete Farben und Materialien biologisch vertretbar sein.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in unserer Arbeit ist, dass in unserer Einrichtung wenig vorgefertigtes Spielzeug angeboten wird. So stehen unseren Kindern Körbe mit Wolle, Deckeln, Knöpfen, Kastanien, Fundhölzern, Steinen, Muscheln, Decken, u.v.m. zur Auswahl. Dadurch sind den Kindern in ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt und sie können die Materialien jeden Tag auf ein Neues entdecken. In gemeinsamer Absprache werden den Materialien, die für das Spiel benötigte Bedeutung zugeordnet.
Zum kreativen Spiel regen die Kinder ebenfalls vielfältige Konstruktionsspielzeuge an, mit ihnen können sie bauen, konstruieren und  ausprobieren.

Wir legen Wert darauf den Kindern Raum zu geben ihre Konflikte selbstständig zu lösen. Das heißt für uns als Mitarbeiter gut zu beobachten, den Kindern Zeit zu gestehen, um Konflikte untereinander zu lösen, ohne das ein Dritter umgehend eingreift und sich einmischt. Je nach Bedarf beteiligen wir uns an der Konfliktlösung, wobei es uns sehr wichtig ist keine fertige Lösung vorzugeben bzw. vorzuschreiben. Wir wollen gemeinsam im Dialog mit den Kindern herausfinden, welche Möglichkeiten es gibt und ob sie für die Betroffenen in Frage kommen. Dabei ist es unser Bestreben, den Kindern zu vermitteln, dass die Schuldfrage in Konflikten sehr nebensächlich ist, sondern das es vielmehr darum geht zu handeln, Trost zu spenden, nicht weg zuschauen etc.

Die Elternpartnerschaft

Für uns bedeutet Elternpartnerschaft eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und ihren Kindern.  
Für eine gute und intensive Zusammenarbeit ist eine kontinuierlicher Kontakt und Austausch von Informationen sehr wichtig.
Dazu gehören für uns die täglichen Tür- und Angelgepräche, sowie regelmäßige Eltern- bzw. Entwicklungsgespräche (mindestens einmal im Jahr).
Zu Beginn der Kindergartenzeit besuchen wir die neuen Kinder gerne in ihrem zu Hause, um somit eine vertraute und gemeinsame Brücke zwischen dem Elternhaus und den Grashüpfern zu schaffen.  
Hospitationen von Eltern im Gruppenalltag stehen wir sehr offen und flexibel gegenüber, hierbei stehen die Bedürfnisse der Kinder im Vordergrund. Das heißt für uns, dass je nach Anliegen individuelle Vereinbarungen getroffen werden.
In der Zusammenarbeit mit den Eltern wünschen wir uns einen gemeinsamen, ehrlichen und respektvollen Dialog - in diesem wir die Eltern stets als Experten der Kinder in ihrem Lebensumfeld wahrnehmen.